Gut, meine Schonfrist ist vorbei. Es sind nun 6 Wochen vergangen seit ich mich entschieden habe für den Halbmarathon zu trainieren. Und bereits diese wenigen Wochen hatten es in sich.
Zunächst sah alles ganz gut aus. Ich konnte die ersten drei Wochen eine enorme Steigerung verzeichnen und hatte fast die 10 km Marke gesprengt als dann, ganz plötzlich und wirklich nicht vorhersehbar, ein totaler Leistungseinbruch folgte. Mein Körper wollte ein Auszeit. Ich hatte, wie ich dann später nachgelesen habe, wohl einige typische Anfängerfehler gemacht:
Zu 1., 2. und 5. kann ich sagen, dass ich sehr schnell gelernt habe, dass nichts über Ruhephase geht und der Körper wirklich Zeit braucht, um die Muskulatur wieder auf einen neuen Einsatz vorzubereiten. Dazu gehört es ein gesundes Maß an Ruhetagen in der Woche einzulegen, auch wenn das Laufen plötzlich noch so viel Spaß macht. Genauso wichtig ist die Dehnung, denn sie verbessert die Leistungsfähigkeit um ein Vielfaches. Jedoch sollte man sich vor dem Laufen nicht zu sehr Dehnen ( da die Muskeln sonst nicht ihre volle Leistung erbringen können). Und wichtig ist, dass die ausgiebige Dehnung erst eine Stunde nach dem Training stattfindet, wenn die Muskeln nicht mehr so verkrampft sind. Man kann die Dehnungsübungen auch auf den nächsten Tag verlegen und zum Beispiel mit einem Saunagang kombinieren. All das fördert die Regeneration und bereitet optimal auf den nächsten Lauf vor.
Nach dem ich so viel falsch gemacht und meinen Leistungseinbruch überwunden gemeint hatte, hatte meine linke Wadenmuskulatur plötzlich etwas an dem Training auszusetzen. Ich musste also eine weitere Woche im Bereich von 3 bis 4 km trainieren. Sehr frustrierend! Und direkt im Anschluss ergab sich noch die erste Grippe dieses Winters, die mich bis Samstag (3.10.) vom Laufen abgehalten hat.
Sonntag war ich dann das erste Mal wieder Laufen. Ich habe mich wirklich wie ein astmathischer Dackel gefühlt: Kurzatmig und evolutionär völlig degeneriert. Als hätte ich mich noch nie sportlich betätigt. Eine weitere sehr frustrierende Erfahrung!
Doch haben mich nicht alle vorgewarnt? Dass es mit dem Willen alleine nicht gegessen sei? Dass man auf dem Weg zum Halbmarathon viele Hindernisse überwinden muss? Ja, ich wurde gewarnt. Aber ich habe nicht erwartet, dass mir gleich so viele Steine in den Weg gelegt werden würden!
Und trotzdem: Ich bin noch motiviert. Ich gebe noch nicht auf. Und ich werde am Ende meine 21 km undn bisschen laufen.
Aufgeben ist ja auch nicht das richtige, noch hast du Zeit dich auf den Halbmarathon vorzubereiten und noch ist alles möglich. Ich kann dir nur noch einmal ans Herz legen vorher an ein bis zwei 10 KM Volksläufen teilzunehmen um dich auch an die Wettkampfsituation zu gewöhnen. Melde dich einfach mal wenn dich die Lust dazu packt einen Volkslauf zu laufen
Lieben Gruß
Sven
[...] könnt auf dem Blog z.B. der Linda folgen, wie sie sich hier in Berlin auf ihren ersten Halbmarathon im nächsten Jahr vorbereitet. [...]